Das neunte Land

von Evelyne Lorenz

1924 erwirbt der junge Johann Martin eine Mühle an der Feistritz und gründet mit der Bauerntochter Elisabeth eine Familie. Er versucht mit Fleiß und handwerklichem Können, seiner Familie und den auf seinem Hof lebenden Mühlenarbeitern eine sichere Zukunft zu gewährleisten. Als nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Demarkationslinie direkt hinter seiner Mühle verläuft, begegnet er auch den russischen Besatzungssoldaten mit Würde und Respekt. Sein Leben ist gekennzeichnet von Schicksalsschlägen und außergewöhnlichen Ereignissen. Dreimal wird er zum Witwer. Er beugt sich wie die Weiden im Wind am Ufer der Feistritz, richtet sich jedoch immer wieder auf. Seine Stärke liegt in einer tiefen Verbundenheit zu seiner Heimat, dem Burgenland. Trotz des Eisernen Vorhangs, der schier unüberwindbaren Grenze zu Ungarn, glaubt er an die Öffnung der Grenzen und ein vereintes Europa. Johann Martin stirbt 1988, ein Jahr vor dem Fall der Berliner Mauer, die das Ende des kalten Krieges bedeutet.

ISBN13: 978-3-903322-12-7
Erscheinungsdatum: 18.09.2020
Seiten: ca. 240
Sprache: Deutsch
Format: 20,0 x 12,0 cm; Hardcover

Leseprobe

 

 

 

 

 

 

2 Bewertungen für Das neunte Land

  1. Vielleser

    Ein sehr gut recherchiertes Buch welches das Leben in dieser Zeit wiedergibt. Klare Empfehlung! Ich wurde durch den Radiobeitrag “Mahlzeit Burgenland” darauf aufmerksam und die Geschichte und Erzählung der Autorin hat mich sofort in den Bann gezogen.

  2. Büchertante

    Wieder einmal ein Roman von Evelyne Lorenz, den man nicht beiseite legen kann. Wir begleiten die Familie des Müllers Johann Martin durch die wechselvolle Geschichte des Burgenlandes und lesen von Auswanderschicksalen, vom Ende der Ersten Republik, von Kriegswirren und vom Eisernen Vorhang, vor allem aber vom Mut und vom Zusammenhalt der Menschen in diesem Land.

Fügen Sie Ihre Bewertung hinzu