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16,50 €
„Ein schaurig inniges Lied“ habe sie geschrieben, notiert Ingrid Puganigg zu ihrem Langgedicht Bleib, und tatsächlich drückt sich darin beides, Schaudern wie auch Innigkeit, unmittelbar und virtuos aus. Winterkälte, die Zumutungen prekärer Lebensumstände und der Skandal des Todes sind in den Versen ebenso präsent wie die unverbrüchliche Verbundenheit mit dem kürzlich verstorbenen Partner und ein reicher Erinnerungsschatz an Kindheit, Liebe und mancherlei Vorkommnisse des Lebens. Wie ein raffinierter Überlebenstrick mutet es an, wenn der poetische Wille es gegen die Trauer und die materielle Armut aufnimmt, indem er beides in unverhohlen autobiografische Verse von großer poetischer Kraft gießt.
Nach einem Jahrzehnt des literarischen Schweigens meldet sich Ingrid Puganigg eindrucksvoll zu Wort. Man merkt dem Text an, dass die Autorin auf höchstem Niveau Prosa und Hörspiele geschrieben hat, die in großen Verlagen erschienen und im Rundfunk gesendet worden sind; der Tonfall ihrer Verse ist prosanahe, die Sätze sind lapidar und bildstark und setzen sich mühelos über die Gattungsgrenzen hinweg. Die Autorin kehrt mit Bleib gewissermaßen zu ihren literarischen Anfängen zurück, denn auch ihr erstes Buch, vor bald einem halben Jahrhundert in der (mittlerweile eingestellten) Reihe Lyrik aus Österreich erschienen, war ein Lyrikband.
Preis: AT € 16,50 / DE € 16,05
Seiten206
ISBN13: 978-3-903575-44-8
Erscheinungsdatum: 10. März 2025
Sprache: Deutsch
Format: 11,6 x 18,0 cm; Broschur
Frage Warum wird es so schwer deinen Herbst zu bewahren wenn um dich alles welkt und die Sonne schon wieder untergeht gleich wie es scheint nach deinem Erwachen? Du kommst mit dem Schauen nicht zurecht schnappst gierig nach Bildern ein an Land geworfener Fisch. Wie bliebe Zeit zum Innehalten zum Begreifen der Straße die du gehst.
Firenze
manchmal sitze ich lautlos am Nestrand spüre den Äquator in den Flügeln und weiß irgendwo wartet ein mir noch unbekanntes Winterquartier
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